Geistlicher Impuls

Liebe Gemeindemitglieder,

der Monat Mai wird als „Wonnemonat“ bezeichnet, ein Monat im Frühling, in dem die Natur nach dem Winterschlaf erwacht und in voller Blüte steht. Dieser Monat kann auch in uns die Lebenskräfte wieder erwecken und in uns die Lebensfreude stärken.

Doch das ist manchmal leichter gesagt als getan. Es gibt so vieles, was die Freude dämpft, was uns eher niederdrückt, anstatt uns aufzurichten: sei es der Krieg in der Ukraine, von dem wir nicht wissen, wie lange er noch dauern wird und dessen Folgen wir alle zu spüren bekommen z.B. durch enorm steigende Preise; sei es die Corona-Pandemie, die noch nicht überstanden ist und die immer noch viele Kranke und auch Tote fordert, sei es der Klimawandel mit seinen Folgen. Neben diesen gesamtgesellschaftlichen Problemen hat ein jeder und eine jede von uns ganz eigene Sorgen und Nöte, die belasten und bedrücken und die in uns eine innere Unruhe hervorrufen. Oftmals kreisen wir mit unseren Gedanken um unsere Probleme; wir fahren Karussell mit unseren Sorgen.

Ich habe einmal den Spruch gelesen:

Mach aus deinen Sorgen ein Gebet.

Mir gefällt dieser Spruch. Er ruft mich dazu auf, mich mit meinen Sorgen und Problemen, mit allem, was mir eine Last ist, an Gott zu wenden. Ich bin mir bewusst, dass das Gebet, meine Zwiesprache mit Gott, nicht von jetzt auf gleich meine Probleme verschwinden lässt. Das Gebet beseitigt nicht automatisch meine Sorgen, aber es stärkt das Immunsystem meiner Seele, es gibt mir eine neue Perspektive: Gott trägt meine Sorgen mit und er hilft auf seine Weise, dass ich mit meinen Sorgen zurechtkomme und sie überwinde.

Das Gebet befreit mich aus Resignation und Ausweglosigkeit, es verleiht meinen Sorgen in gewisser Weise Flügel.

Probieren wir es doch aus: Machen wir aus unseren Sorgen ein Gebet, damit der Wonnemonat Mai auch in uns wieder neue Kräfte erweckt, uns mit Hoffnung und Zuversicht erfüllt und uns somit Lebensfreude schenkt.

Das ist mein Wunsch für uns alle.

Ihr Pastor

Peter Alt