Fußwallfahrt zum Heiligen Rock

Pilgern in Regen, Schnee und Hagel – Du schaffst unseren Schritten weiten Raum!

Wir waren uns einig: So schlimm konnte das Wetter gar nicht werden! Und so machten sich um frühen Samstag morgen 20 optimistische und trotzdem gut ausgerüstete Pilger aus der Pfarreiengemeinschaft Losheim auf den Weg nach Trier, bepackt mit persönlichen Anliegen, Sorgen, Dank, Fürsprache für Andere und vielem mehr und natürlich mit Regen- und Winterkleidung! Schon nach einer Stunde wurde sie benötigt und sollte bis Pellingen unser ständiger Begleiter bleiben. Erst regnete es, dann hagelte es, und hinauf nach Pellingen freuten wir uns dann über Schnee, denn der durchnässte uns weniger.

Handschuhe wurden verliehen, Schirme auf- und zu gespannt und wir gingen etwas schneller, damit uns wärmer wurde. Mancher durchnässte Pilger dachte schon ans Aufgeben, doch um die Mittagszeit hatte Petrus ein Einsehen und wir konnten die Regenponchos und Handschuhe wieder einpacken.

Unserer guten Laune und Freude am miteinander Pilgern konnte das Wetter nichts anhaben. Es wurde miteinander gebetet, gesungen, geschwiegen und gelacht. Die Texte und Lieder stimmten uns ein auf das Thema der diesjährigen Heilig-Rocktage „Du schaffst unseren Schritten weiten Raum“. Sie ermutigten uns, uns mit unseren jeweiligen Talenten auf die neuen Einheiten einzulassen, uns einzubringen, unsere Fußspuren zu hinterlassen,  „die nötigen Schritte zu tun“.

 

Nach 10stündiger Wanderung kamen 20 erschöpfte, aber sehr glückliche Losheimer Pilger in Trier an. Dort wartete Domvikar Michael Becker auf die Gruppe, um mit uns eine kurze Andacht in der Heiltumskapelle zu halten. Dabei lud er uns ein, im Angesicht des Schreines des Heiligen Rockes unsere je persönlichen Anliegen vor Gott zu bringen. Im anschließenden Jugendgottesdienst unter der Leitung von Weihbischof Jörg Michael Peters erzählten Pilgerinnen des Weltjugendtages in Panama in einem Anspiel von ihren dortigen Erfahrungen und Begegnungen. Weihbischof Peters lud alle Anwesenden ein, spontan miteinander über ihre Gotteserfahrungen ins Gespräch zu kommen. Sicher eine nicht alltägliche Herausforderung für den ein oder anderen!

Mit unseren Rucksäcken voller Eindrücke und wertvoller Begegnungen machten wir uns auf den Heimweg. Glücklich, den weiten Weg wieder geschafft zu haben, bereichert von den Eindrücken des Miteinander-unterwegs-Seins und des stimmungsvollen Jugendgottesdienstes und überzeugt, uns im nächsten Jahr wieder auf den Weg nach Trier zu machen.

Anja Hanowski