Bistumsreformen

Wie in und durch die Medien zu erfahren war, sind die Reformen in unserem Bistum, so wie Sie von der Bistumsleitung angedacht waren, von Rom gestoppt worden. Das bedeutet, dass aus den noch bestehenden rund 900 Pfarreien keine 35 Großpfarreien werden. Die Verantwortlichen in Rom finden diese vorgesehene Neugliederung bzw. Neuerrichtung von 35 Pfarreien für nicht angemessen.

Auch wurde von Rom aus die Ordnung der Gremien, wie es für das Bistum Trier gedacht war, nicht akzeptiert. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Leitung der Pfarrei, die nach Wunsch der Trierer Bistumsleitung einem Team übertragen werden sollte; auch dies wurde von den Behörden in Rom verworfen.

Viele wesentliche Punkte, die die neue Pfarrei, die Pfarrei der Zukunft betroffen hätte, sind in Rom abgelehnt worden. Das bedeutet: es muss neu verhandelt, neu geplant, neu strukturiert, neu konzipiert werden. Es haben in Trier bereits erste Verhandlungen und Beratungen stattgefunden, und nach der Sommerpause werden weitere Beratungen stattfinden, bei denen eine neue Reform in unserem Bistum erarbeitet werden muss, natürlich in Rücksprache mit den Verantwortlichen im Vatikan. Die Umsetzung dieser neuen Reform wird voraussichtlich in den Jahren 2021/2022 erfolgen.

Nach den Auswertungen der bisher geführten Beratungen könnte es vorstellbar sein, dass aus den bisherigen Pfarreiengemeinschaften die neuen Pfarreien hervorgehen; das wären dann ca. 175 Pfarreien in unserem Bistum. Die Leitung der Pfarreien käme wohl, wie es das Kirchenrecht vorsieht, einem Pfarrer zu. Möglich wäre auch, dass neue Pfarreien sich zusammenschließen zu Seelsorgeräumen (frühere Dekanate), die von einem leitenden Priester in Zusammenarbeit mit einem Leitungsteam geleitet werden.

Wir müssen abwarten, was die Beratungen ergeben. Ich denke, dass im Herbst uns nähere Informationen bezüglich der Bistumsreform erreichen werden. Harren wir der Dinge, die da kommen und bleiben wir voller Zuversicht, dass nicht nur Menschen, sondern Gottes Geist die Kirche lenkt und in die Zukunft führt. Beten wir in diesem Sinne für unser Bistum, für die Verantwortlichen in der Bistumsleitung und für alle, die sich in ihren Gemeinden tatkräftig engagieren.


Peter Alt